3. Dezember 2014

IATA beschließt Rückflug-Regelung bei Airline-Pleiten

Früh buchen lohnt sich nicht nur bei Hotelreservierungen, Fernreisen oder Bahnfahrten. Viele Reisende buchen schon heute Monate im Voraus ihre Flüge, um hier und da ein wenig bei den Ausgaben zu sparen. Denn die Airlines bieten ordentliche Rabatte, wenn es um die langfristige Finanzierungssicherheit ihrer Fluglinien geht. Ab und zu geschieht es aber, besonders bei kleinen Airlines, dass zwischen der Buchung, Bezahlung und dem Tag des Fluges die Airline Insolvenz anmeldet.

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Gehen Airline pleite, hatten bisher auch die Passagiere das Nachsehen. (Bild: Eray – Fotolia)

Risikomanagement bei Fluglinieninsolvenz

Da die Fluglinien in aller Regel direkt nach der Buchung die geforderten Beträge einziehen, ist das Reisebudget in der Insolvenzmasse der Airline unwiederbringlich untergegangen. Schlimmer wird es, wenn Passagiere ihren Flug bereits angetreten haben und sich schon im gezielten Urlaubsdomizil aufhalten. Wenn währenddessen die Fluglinienbetreiber in den Bankrott rutschen, ist der Fluggast bisher in der Fremde auf sich gestellt gewesen. Das bedeutete, dass der Rückflug mit einem anderen Anbieter aus privater Tasche gezahlt werden musste. Wenn es nach dem Internationalen Flugverband IATA geht, ist ab 2015 mit solchen Unsicherheiten für die Passagiere Schluss.

Verband mit neuer Regelung

Ab 2015 greift die neue Regelung der IATA, die einen gemeinsamen Sicherungsfonds vorsieht. Aus diesem Topf werden im Falle einer Überschuldung einer einzelnen Airline alle Kosten gedeckt und die Fluggäste, die sich im Urlaub befinden, sicher und unbürokratisch mit einer anderen der 240 IATA-Linien nach Hause geflogen. Einziges Manko bei dieser Regelung ist die Limitierung der Zeit. Denn zwischen dem Einreichen des Insolvenzantrages und der Rückführung beziehungsweise dem Rückreisetag dürfen nicht mehr als 14 Tage liegen. Auch im Falle einer Reiseversicherung erstattet die IATA nicht.