13. Februar 2013

Streik am Flughafen: Diese Rechte haben Passagiere

Streiks am Flughafen, die zu Verspätungen oder gar zur Annullierung von Flügen führen, sind immer besonders nervenaufreibend für die Passagiere. In solchen Fällen ist es wichtig, als Kunde seine Rechte zu kennen und diese notfalls geltend zu machen.

Rechte bei der Annullierung des Fluges

Wenn ein Flug aufgrund eines am Flughafen stattfindenden Streiks gestrichen wird, sollte sich der Kunde zunächst an die Fluggesellschaft wenden. Diese ist verpflichtet, einen Ersatzflug zu organisieren. Wem die Lust auf die Reise vergangen ist, kann bei einer Annullierung vom Luftbeförderungsvertrag zurücktreten und bekommt den Flugpreis erstattet.

Ist der Flug Teil einer Pauschalreise, können Betroffene auch den Reiseveranstalter benachrichtigen und von diesem einen Ersatzflug verlangen. Kommt der Reiseveranstalter innerhalb einer Frist dieser Forderung nicht nach, kann der Betroffene den Transport selbst organisieren und die Kosten dafür zurückverlangen.

Rechte bei Verspätungen aufgrund von Streiks

Bei Verspätungen infolge von Streiks, kann der Kunde gewisse Ansprüche bei der Fluggesellschaft geltend machen. Bei Verzögerungen des Abflugs von zwei Stunden bei Kurzstrecken bis 1.500 km, drei Stunden bei Mittelstrecken und vier Stunden bei Langstrecken ab 3.000 km, kann der Betroffene eine kostenlose Betreuung durch das Flugpersonal verlangen. Diese beinhaltet unter anderem Verpflegung und, wenn nötig, eine Unterbringung in einem Hotel inklusive Transfer.

Verschiebt sich der Start des Fliegers um mehr als vier Stunden, kann ein Reisemangel vorliegen. Der Kunde kann dann vom Reiseveranstalter einen Ersatzflug verlangen oder den Transport selbst organisieren und dem Veranstalter in Rechnung stellen. Gibt es keinen Ersatzflug und will der Urlauber sich nicht selbst kümmern, so kann nach der Reise der Preis gemindert werden.

Besondere Regelung für externe Mitarbeiter

Besonderes gilt, wenn nicht unternehmensangehörige Personen, wie etwa Fluglotsen, streiken. Dies wird als höhere Gewalt bezeichnet. Bei erheblichen Verspätungen kann man in so einem Fall vom Reisevertrag zurücktreten, ist die Verzögerung eher gering, kann zumindest der Reispreis gemindert werden.