8. September 2014

Neuer Londoner Flughafen: Konzept zunächst abgelehnt

Sechs Start- und Landebahnen und futuristische Terminals, angelegt auf einer künstlichen Insel vor den Toren Londons – diese Worte umschreiben das Konzept des geplanten, neuen Flughafens Britannia im Osten von London. Allerdings wurde das neue Konzept zunächst abgelehnt.

Neuer Flughafen für London

Nach dem Willen von Bürgermeister Boris Johnson soll London einen weiteren Flughafen erhalten. (Bild: Andrei Nekrassov – Fotolia)

Boris Island

Die bestehenden Flughäfen Heathrow, Gatwick, Stansted, Luton und der City Airport können das enorme Flugaufkommen um London nicht ausreichend abfangen. Immer wieder kommt es zu langen Wartezeiten, weil die Flieger auf ihre Starts und Landungen warten müssen.

Deshalb hält Londons Bürgermeister Boris Johnson den Bau des Mega-Flughafens für zwingend notwendig. Nun liegen die ersten Pläne mit konkreten Zahlen und Daten vor: Demnach belaufen sich die Baukosten auf circa 47,3 Milliarden Pfund, dies entspricht etwa 56,4 Milliarden Euro. Dazu kommt die lange Bauzeit von sieben Jahren, ehe der Airport in Betrieb genommen werden könnte. Dann jedoch ist der Britannia Airport in der Lage, bis zu 4200 Langstreckenflüge pro Woche zu bewältigen.

Vorzeitiges Aus für den Mega-Flughafen

Nun lautet das Urteil der Flughafenkommission, die von der britischen Regierung mit der Prüfung beauftragt wurde, dass das Megaprojekt zu teuer, zu unsicher und zu herausfordernd sei. Statt eines einzigen großen Flughafens vor den Toren der Stadt, festigt sich der Standpunkt, dass die bestehenden Flughäfen ein Netzwerk aufbauen sollten.

Nun gibt es aktuell nur noch zwei Optionen: Entweder eine dritte Start- und Landebahn in Heathrow oder eine zweite Bahn in Gatwick. Noch steht das Projekt allerdings nicht endgültig vor dem Aus. Die Flughafenkommission wird ihre finalen Prüfungsergebnisse erst nach der Parlamentswahl im Mai 2015 verkünden. Dann bleibt die endgültige Entscheidung über den Mega-Flughafen der britischen Regierung überlassen.