Lijiang ist eine bezirksfreie Stadt in der Provinz Yunnan der Volksrepublik China. Die Altstadt von Lijiang, die Großgemeinde Dayan, ist von engen Kopfsteinpflastergassen und einem Netz an Kanälen durchzogen. Sie ist eine der am besten erhaltenen Altstädte Chinas. Der Name Dayan rührt daher, dass die Altstadt aus der Ferne wie ein großer Tuschestein aussieht. Die alten Häuser ruhen meist auf einem Steinfundament und Mauern aus weiß getünchten Lehmziegeln, haben Türen, Balkone und Fensterläden aus rotem Holz und typisch geschwungene Ziegeldächer. Ziegeldächer der StadtViele der alten Steinbrücken sind jahrhundertealt und haben sowohl einige Kriege wie Erdbeben überstanden. Dayan ist das Zentrum der Naxi-Minderheit, welche von tibetischen Nomaden abstammt, die seit dem zehnten Jahrhundert in dieser Gegend siedeln.
Sie haben die Dongba-Kultur hervorgebracht. Da die Naxi Fremden gegenüber sehr offen sind, kann man die Dongba-Kultur, die Bauweise, Schrift und Glauben in Lijiang am besten kennenlernen. Es gibt mehrere Orchester für traditionelle Naxi-Musik und lebendige Folklore in den umliegenden Dörfern. Die Häuser der Naxi sind in der Regel um einen Innenhof gebaut und üppig mit mythologischen Figuren und Fischen verziert. Die Häuser sind für die Naxi von großer Wichtigkeit und für deren Erhaltung wird auch viel Geld ausgegeben.